Schlagwort-Archive: PIA

Psychiatrische Institutsambulanzen gefährdet?

BDK-Tagung diskutierte Möglichkeiten und Grenzen der ambulanten psychiatrischen Versorgung

„Ist die ambulante Behandlung von Menschen mit psychischen Störungen in der Bundesrepublik gefährdet?“ unter diesem Motto stand die Frühjahrstagung der Bundesdirektorenkonferenz (BDK) am 26. und 27. April 2007, im Schlei-Klinikum, Friedrich Ebert Str. 5, in Schleswig. Unter der Leitung der BDK-Vorsitzenden, Dr. med. Iris Hauth, Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) diskutieren Experten aus klinischen und ambulanten Bereichen sowie Vertreter der Kostenträger und des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen die Rolle und den Auftrag der psychiatrischen Institutsambulanzen in der Versorgungslandschaft.
So hat die seit zehn Jahren bestehende Budgetdeckelung in den Kliniken für Psychiatrie und Psychotherapie durch Tariferhöhungen und Sachkostensteigerungen zu einer deutlichen Verringerung der Intensität und Qualität der stationären Versorgung geführt. Vor dem Hintergrund einer dramati-schen Verschlechterung der ambulanten Versorgung sind die psychiatrischen Institutsambulanzen dringend an einer Stabilisierung der Versorgung interessiert. Sie unterstützen diese im Sinne einer Fortsetzung der kollegialen ambulanten Zusammenarbeit, um gerade für psychisch kranke Menschen, die besonders auf Schutz und Hilfe angewiesen sind, regional und zeitnah ambulante Hilfe anbieten zu können. Weiterlesen

Verordnung häuslicher Krankenpflege

Nach § 95 Abs. 1 SGB V nehmen an der vertragsärztlichen Versorgung zugelassene und ermächtigte Ärzte sowie ermächtigte ärztlich geleitete Einrichtungen teil. Die Ermächtigung bewirkt, dass der ermächtigte Arzt oder die ermächtigte ärztlich geleitete Einrichtung zur Teilnahme an der vertragsärztlichen Versorgung berechtigt und verpflichtet ist. Die vertraglichen Bestimmungen über die vertragsärztliche Versorgung sind für sie verbindlich (§ 95 Abs. 4 SGB V).

Folglich wird durch die Ermächtigung von psychiatrischen Institutsambulanzen zur Teilnahme an der vertragsärztlichen Versorgung nach § 118 Abs. 2 i. V. m. § 95 Abs. 1 i. V. m. Abs. 4 SGB V die Verordnung von häuslicher Krankenpflege ermöglicht.